Do it

Schweiz 2000 · 97 Minuten
Regie: Sabine Gisiger, Marcel Zwingli
Drehbuch: ,
Kamera: Helena Vagnières

Doku­men­ta­tion (35mm)

»Was das ›Schicksal‹ den meisten Zeit­ge­nossen allen­falls in homöo­pa­thi­schen Dosen zuführte, ereilte Daniele von Arb, seitdem er 16 Jahre alt war, frontal: Aufbruch einer jugend­li­chen Subkultur in den 60er Jahren, mili­tanter Kampf gegen das ›System‹ in den 70ern, No-Future-Kater nach der ›bleiernen Zeit‹, das Aufdäm­mern einer esote­ri­schen ›Wendezeit‹ im New Age der 80er Jahre, schließ­lich das ›anything goes‹ nach der ideo­lo­gi­schen Demo­bi­li­sie­rung, die Priva­ti­sie­rung der Welt und der ›ökono­mi­sche Terror‹ in den 90ern.
Daniele von Arbs Geschichte ist der Hohl­spiegel, in dem wir – oft grotesk über­zeichnet, dafür aber um so deut­li­cher – die Zeit und die Welt erkennen, in der auch wir gelebt haben. Sie bündelt die Vielfalt dessen, was in den letzten Jahr­zehnten an Verstri­ckungen denkbar war. In ihren Utopien, Mythen, Feind­bil­dern und Sehn­süchten spiegelt sich das Lebens­ge­fühl einer ganzen Gene­ra­tion.
›Do It‹ erzählt die Geschichte von einem, der auszog, um die Unge­rech­tig­keit und die Unter­drü­ckung aus der Welt zu schaffen. (Sabine Gisiger, Marcel Zwingli)

Daniele von Arb’s story is sympto­matic of life in Western Europe in the second half of the 20th Century. Since he was 16 years old he expe­ri­enced at full force that which ›fate‹ had dealt in home­o­pa­thic doses to many of his contem­pora­ries: the birth of a youth subcul­ture in the Sixties, the militant fight against ›the system‹ in the Seventies, the No Future hangover after the ›heavy era‹ and the blos­s­o­ming of an esoteric New Age ›turning point‹ in the Eighties and even­tually the anything-goes mentality which followed the ideo­lo­gical demo­bi­li­sa­tion ushered in by the priva­ti­sa­tion of the world and the ›economic terror‹ of the Nineties. Daniele von Arb’s story is a concave mirror which reflects – often grotes­quely exage­rated, but thereby all the more vividly – the times and the world in which we have lived. His story and that of those who played an important role in his life brings together all that which was entangled in the last decades. Their utopias, myths, perceived enemies and yearnings mirror the values of an entire gene­ra­tion.
Do It tells the story of a man who set out to rid the world of injustice and oppres­sion. (Sabine Gisiger, Marcel Zwingli)

Produk­tion: Dschoint Ventschr Film­pro­duk­tion AG Zürich
Co-Produk­tion: SRG SSR idée suisse / Schweizer Fernsehen DRS
Urauf­füh­rung: 4.8.2000, Inter­na­tio­nales Film­fes­tival Locarno
Verleih: Look Now!, Zürich
Welt­rechte: Dschoint Ventschr Film­pro­duk­tion AG, Zentral­strasse 156, CH-8003 Zürich, Tel. +41-1-456 30 20, Fax +41-1-456 30 25, e-mail: dvfilm@ dscho­int­vent­schr.ch, www.do-it-film.ch

BIO-Filmo­gra­phie
Sabine Gisiger

Geboren 1959 in Zürich. 1980-87 Studium der Geschichte an den Univer­sitäten Zürich und Pisa. Disser­ta­tion. Seit 1988 Jour­na­listin und Film­au­torin, In- und Auslands­re­por­tagen für SF DRS. Seit 1994 frei­schaf­fende TV-Jour­na­listin und Doku­men­tar­fil­merin. 1997 Lehr­auf­trag an der Univer­sität Zürich, Sozial- und Wirt­schafts­ge­schichte.

Filme:
1990 DIE LETZTE JAGD. AUS DEN GEHEIMEN FILMARCHIVEN DES NICOLAE CEAUSESCU
1992 + ALLES ANDERE, VON DEN SEEFRAUEN
1995 MOTOR NASH (mit Marcel Zwingli)
1996 LEBEN IM HIP HOP
1997 DIE FARBEN DER HOFFNUNG
1998 MOSKAU – EIN GEDICHT
2000 DO IT (mit Marcel Zwingli)

Marcel Zwingli

Geboren 1954 in Zürich-Altstetten. 1979-86 Studium der Publi­zistik, Germa­nistik und Poli­to­logie an der Univer­sität Zürich. Ab 1986 freie jour­na­lis­ti­sche Tätigkeit in den Bereichen Kultur und Medien. 1988-91 Assistent am Seminar für Publi­zistik an der Univer­sität Zürich. Ab 1988 freier Medien­schaf­fender, Texter und Doku­men­tar­filmer.

Filme:
1995 MOTOR NASH (mit Sabine Gisiger)
1995 FILM IST UNSER LEBEN. DIE FILMSTUDENTEN VON TBILISI, GEORGIEN
2000 DO IT (mit Sabine Gisiger)«

(16. Inter­na­tio­nales Doku­men­tar­film­fes­tival München)