Aktuelles zum Film

2. Münchner Filmgipfel

14.05.2026

Filmpolitik:

  • Kino, wohin gehst du?
    Der 2. Münchner Filmgipfel versammelte illustre Protagonisten der kulturellen Stadtgesellschaft – und umschiffte die Diskussion – von Dunja Bialas

DOK.fest München:

  • DOK.fest: Kurzkritiken-Daily
    Täglich neue Kurzkritiken vom 41. DOK.fest München – von artechock-Redaktion
  • Podcast: Das Filmquartett
    Schönste Filme des DOK.fest München: NOVA ‘78, WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT, CENTRAL PARK

Cannes:

  • Die Croisette leuchtet, Gong Li strahlt
    Wahlverwandtschaften: Von Adoption bis Zwangsheirat, das Familientreffen des Weltkinos hat begonnen – Cannes-Tagebuch, 01. Folge — von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Glennkill: Ein Schafskrimi (The Sheep Detectives) (GB/USA 2026)
    Wenn Schafe ermitteln und das Kino verblödet: Kyle Baldas Verfilmung von Leonie Swanns Bestseller »Glennkill« verwandelt literarischen Nonsens mit Charme in einen digitalen Familienalbtraum – Kritik von Axel Timo Purr
  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war (D 2026)
    Nur schreibend existieren – Kritik von Amelie Hochhäusler
  • Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang (D 2025)
    Der Himmel ist auch nicht mehr das, was er mal war:
    David Dietl versucht Ludwig Thoma, Monaco Franze und Postkarten-München zusammenzuführen und landet irgendwo zwischen Jenseitsverwaltung, Familienkitsch und bayerischer Dauerfolklore – Kritik von Axel Timo Purr
  • Palästina 36 (Palestine 36) (Palästina/JOR/Q/N/GB/DK/F 2025)
    Geschichte ohne Grauzonen: Annemarie Jacir will die Vergangenheit erklären, verliert sich aber zwischen agitatorischer Vereinfachung, historischen Verzerrungen und einem erstaunlich unbeholfenen Kinoverständnis – von Axel Timo Purr
    Fazit: »Die Juden sind schuld«: Einseitiges Spektakel: Annemarie Jacirs »Palästina 36« verliert sich in Stereotypen – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Palästina 36
    Geschichte ohne Grauzonen: Annemarie Jacir will die Vergangenheit erklären, verliert sich aber zwischen agitatorischer Vereinfachung, historischen Verzerrungen und einem erstaunlich unbeholfenen Kinoverständnis

Festival-Rundschau:

  • Krakau 2026 : Rosa Tagträume und nächtliche Würgegeister
    Beim 19. OFF Camera Festival in Krakau stehen Debütfilme im Mittelpunkt – von Katrin Hillgruber
  • Europäisches Kino von den Rändern
    Die 23. Ausgabe des Linzer Festivals Crossing Europe feierte auch dieses Jahr wieder kinematographische Handschriften aus Europa jenseits des kommerziellen Mainstreams — von Wolfgang Lasinger
  • Wie die Vierte Gewalt sich selbst zerstört
    Demokratie unter Quotendruck: Skandalisierung, Sensationalisierung, Personalisierung – eine Debatte mit Franziska Nori, Bettina Reitz, Hans Block und Dominik Graf beim Frankfurter Lichter-Filmfest zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und zur Zukunft der Öffentlichkeit — von Rüdiger Suchsland

In eigener Sache:

Watching People Watching Birds

07.05.2026

DOK.fest München:

Neue Kritik:

  • Nürnberg (Nuremberg) (USA 2025)
    »Never Again« als Illusion: In »Nürnberg« wird Hermann Göring zum Meister der Täuschung – und die Suche nach Wahrheit gerät zum fragilen Spiel zwischen Psychologie, Macht und Inszenierung, an dessen Ende die Formel »Never Again« als brüchige Illusion erscheint – Kritik von Tania Moll
  • Wir glauben euch (On vous croit) (BE 2025)
    Wenn das Justizsystem an seine Grenzen stößt: In dem beklemmenden Gerichtsdrama will eine Mutter verhindern, dass ihrem Ex-Mann vor Gericht das Recht auf Kontakt zu den beiden Kindern zugesprochen wird – Kritik von Reinhard Kleber
  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war (DE 2026)
    Nur schreibend existieren: Regine Schilling nähert sich der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Räume, die sich durch die Worte ihres Schreibens öffnen, schließen sich wieder – durch die bebildernde Inszenierung von Sandra Hüller – Kritik von Amelie Hochhäusler

Neue Videokritik:

  • Nürnberg (Nuremberg)
    Nachhilfe in Geschichte: James Vanderbilts Aufarbeitung des Nürnberger Prozesses mit Russel Crowe als Hermann Göring ist zwar nicht »Zone of Interest«, doch als Einstieg in die Thematik durchaus sehenswert, finden Axel Timo Purr und Stefan Rutz

Schlaglicht:

Kurzfilmtage Oberhausen:

  • All you see is real!
    Thema und Profil-Filme der 72. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen — von Benedikt Guntentaler

Cinema Moralia:

Dagie Brundert

30.04.2026

Kurzfilmtage Oberhausen:

  • How Do You Spell This World?
    Die 72. Kurzfilmtage Oberhausen untersuchen das Verhältnis von Realität und Fiktion: Programmüberblick und ein Streifzug durch den deutschen Wettbewerb – von Dunja Bialas

goEast-Filmfestival:

  • Kaleidoskop des östlichen Kinos
    Das goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films zeichnete sich erneut durch seine Vielfalt aus: von Puppentrickmärchen bis zu hybriden Dokumentarfilmen, von Rumänien bis Kirgistan – und darüber hinaus — von Paula Ruppert
  • Dokumentationen wiederkehrenden Widerstandes
    Revolutionen und Widerstand können viele Formen annehmen – auch filmisch. Welche, das zeigte und diskutierte das diesjährige goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films, unter anderem mit einem Schwerpunkt auf Georgien — von Paula Ruppert

Dokumentarfilmwoche Hamburg:

  • Filme, die eingreifen
    In den Filmen der 23. Dokumentarfilmwoche Hamburg wurde die Anwesenheit der Kamera selten geleugnet — von Eckhard Haschen
  • Driften in der Zeit
    Die Dokumentarfilmwoche Hamburg zeigt Dokumentarfilme der Übergänge — von Nora Moschuering – von Nora Moschuering

Neue Kritiken:

  • Gavagai (D/F 2025)
    Wer spricht für wen? Ulrich Köhler gelingt ein vielschichtiges Spiegelkabinett über Kunst, Aneignung und die strukturelle Unmöglichkeit des Verstehens. Und ein Film, der auch zeigt, wie moralische Gewissheiten in globalen Machtverhältnissen entstehen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Rose (D/Ö 2025)
    Die Rose der Freiheit: Sandra Hüller spielt eine Frau im 17. Jahrhundert, die einen Mann mimt. Markus Schleinzers realitätsnahes Vexierspiel zeigt die Zeit, als die Welt zur Ruhe kommt – und in den Kapitalismus einbiegt – Kritik von Dunja Bialas
  • Der Teufel trägt Prada 2 (The Devil Wears Prada 2) (USA 2026)
    No them no us: David Frankel inszeniert in seiner so amüsanten wie klugen Fortsetzung von »Der Teufel trägt Prada« Mode als Märchen und Macht als Stoff – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Rose
    Krieg ohne Ende: Markus Schleinzers historisches Identitätsdrama ist präzise recherchiert, körperlich erzählt, ist auch ein Western und nicht zuletzt wegen Sandra Hüller, die für diese Rolle den Silbernen Bären gewann, eine stille Wucht, finden Margret Köhler und Axel Timo Purr.

Neuer Podcast:

  • Das Filmquartett: Re-Releases
    Die Rückkehr der Filme ins Kino: Wir besprechen DREI TAGE DES CONDOR, KILL BILL und WANDA, die alle aus unterschiedlichen Motivlagen noch einmal auf die große Leinwand zurückkehren. Das Filmquartett ist diesmal ein Quintett mit Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Wolfgang Lasinger, Chris Schmuck und Thomas Willmann
Lichter Filmfest

23.04.2026

Zukunft deutsches Kino:

  • Film und Gespenster – oder: Warum Kunst das Gegenteil von Kultur ist
    Das Schlechte der guten Absichten: Die Kulinarisierung des Films und der Kulturalismus der Gegenwart – zum Frankfurter Kongress »Zukunft Deutscher Film« in der kommenden Woche — von Rüdiger Suchsland
  • Podcast: »Wie retten wir die äußere Wirklichkeit?«
    Der Stand der Dinge im Gegenwartskino: Im neuesten artechock-podcast wärmen sich Dominik Graf und Rüdiger Suchsland auf für die Masterclass des deutschen Regie-Solitärs nächste Woche in Frankfurt. Im Gespräch geht es darum, ob das Autorenkino gerade seine Welt verliert, ob Digitalisierung das Kino abschafft und ob Siegfried Kracauer immer noch recht hat.

Festivals in München:

  • Starke Frauen vor und hinter der Kamera
    Die 37. Türkischen Filmtage München feiern vom 17. bis zum 26. April 2026 das türkische Kino und eröffnen dem interessierten Publikum neue Perspektiven auf das Land und seine Gesellschaft. – von Ingrid Weidner
  • Ein Meer, viele Geschichten
    Der Circolo Cento Fiori zeigt an fünf Sonntagen vom 19. April bis 17. Mai 2026 die Filmreihe Mediterraneo: un mare di storie. – von Elke Eckert

Neue Kritiken:

  • Babystar (D 2025)
    Family-Influencer: Babystar verwandelt das Influencer-Dasein in einen Horrorfilm und möchte dabei an Vorbilder wie Östlund oder Lanthimos anknüpfen – Kritik von Kevin Gawlik
  • Cotton Queen (Sudan/D/F/Saudi-Arabien/Q 2025)
    Zwischen Baumwollfeldern und kolonialen Schatten:
    Suzannah Mirghani erzählt von weiblicher Selbstermächtigung im Spannungsfeld von Tradition, Ökonomie und persönlicher Freiheit im Sudan – Kritik von Reinhard Kleber
  • Pferd am Stiel (D/EST 2025)
    Peinlich? Großartig! Sonja Maria Kröner verwandelt das vermeintlich Lächerliche in ein Kino der Befreiung und schenkt dem deutschen Kinderfilm seine vielleicht schönste Utopie seit Jahren – Kritik von Axel Timo Purr
  • Rosebush Pruning (D/I/E/GB/USA 2026)
    Die Vergänglichkeit der Oberfläche: Rosebush Pruning ist eine farbenfrohe Groteske über die Perversionen einer superreichen Familie – Kritik von Dunja Bialas
  • Zwischen uns das Meer (La mer au loin) (F/Marokko/B 2024)
    Zwischen den Ufern: Saïd Hamich Benlarbi erzählt vom Exil als Zustand ohne Rückkehr und findet dafür Bilder von seltener Zärtlichkeit und nagender Härte – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Die reichste Frau der Welt
    Thierry Klifas unterhaltsame Milieu-Studie im Luxussegment mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle hat vor allem Margret Köhler nicht nur wegen dem Anteil an Wahrheit hinter dieser Geschichte gut gefallen; Stefan Rutz ist etwas zurückhaltender in seinem Urteil.

Cinema Moralia:

Mario Adorf Berlinale 2019

16.04.2026

Nachruf:

  • Der Antideutsche
    Zum Tod von Mario Adorf, dem einzigen Weltstar aus Deutschland, dem »Mann, der N-Tschotschi erschoß« – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Starke Frauen vor und hinter der Kamera
    Die 37. Türkischen Filmtage München feiern vom 17. bis zum 26. April 2026 das türkische Kino und eröffnen dem interessierten Publikum neue Perspektiven auf das Land und seine Gesellschaft. – von Ingrid Weidner

Filmreihe:

  • Ein Meer, viele Geschichten
    Der Circolo Cento Fiori zeigt an fünf Sonntagen vom 19. April bis 17. Mai 2026 die Filmreihe Mediterraneo: un mare di storie. Das Mittelmeer verbindet Europa, Afrika und Asien – als Raum von Begegnung, Urlaub und Herkunft, aber auch als Fluchtweg zwischen Hoffnung und Tod – von Elke Eckert

Neue Kritiken:

  • Allegro Pastell (D 2025)
    Life is good – oder? Film versus Buch: Anna Rollers Verfilmung von Leif Randts Roman „Allegro Pastell“ – Kritik von Katrin Hillgruber
  • Das Glück der Tüchtigen (D 2025)
    Wenn das Leben die Preise diktiert: Zwischen Reihenhaus, Kryptochaos und Supermarkt. Franz Müller wirft in seiner Tragikomödie einen so gnadenlosen wie zärtlichen Blick auf Alltag, Klassenfragen und fragile Lebensentwürfe. Wir spüren diesem Patchwork in vier Kurzkritiken nach. – Kritiken von artechock-Redaktion
  • Kill Bill: The Whole Bloody Affair (USA 2003/04)
    Zeit, Zorn und Zärtlichkeit: Eine Wiederbegegnung mit Kill Bill, in vier Stunden und nach 20 Jahren – Kritik von Thomas Willmann
  • Missing*Link (D 2024)
    Was fehlt, sind wir: Michael Baumann verdichtet in seinem überzeugenden Familienstellen Patchwork-Realität zu einem psychologisch präzisen Drama über Nähe, Angst und den Schwindel der Freiheit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Normal (CDN/USA 2025)
    Ruhe bewahren, Ärger ersparen: Was als verschneite Provinzposse beginnt, entpuppt sich in Derek Kolstad Drehbuch und Ben Wheatleys Inszenierung als präzise Studie über Gewalt, Verdrängung und fragile Ordnungen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Vier minus drei (Ö/D 2025)
    Leben als Leerstelle: Zwischen Körper, Erinnerung und Kontrollverlust: Adrian Goiginger macht aus einer Tragödie ein verstörend lebendiges Kino der Ambivalenz
    – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Vier minus drei
    Gleichung ohne Zahlen: Adrian Goigingers Bestselleradaption geht ein schweres Thema ungewöhnlich an und brilliert durch seine Schauspieler, finden Thomas Maiwald und Stefan Rutz.

Cinema Moralia:

  • Zwischen Willkür und Normierung
    Waren die Hofkünstler freier als die Modernen – was uns Martin Warnkes Klassiker lehrt, auch die Filmszene – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 385. Folge – von Rüdiger Suchsland
Olivier Assayas

09.04.2026

Interviews:

Neue Kritiken:

  • All we ever wanted (D 2024)
    Weiße Wolken: Kurzkritiken von Axel Timo Purr, Dunja Bialas und Christian Schmuck
  • Direct Action (D/F 2024)
    41 Shots des Widerstands: Das Regie-Duo Guillaume Cailleau und Ben Russell zeigt jetzt seinen beobachtenden Filmessay Direct Action über zivilen Widerstand im Kino – Kritik von Dunja Bialas
  • The History of Sound (GB/USA 2025)
    Tote Stimmen: Im Historiendrama The History of Sound ziehen zwei Männer durch die Lande, um Musik zu konservieren. Nur, um mit den verpassten Chancen ihrer Romanze konfrontiert zu werden – von Janick Nolting
  • How to Make a Killing – Todsicheres Erbe (GB/USA 2026)
    Sind zu kleine Träume: In How to Make a Killing wird Glen Powell zum Robin Hood von Erbschaftsangelegenheiten und Sklaven seiner Ambitionen – von Kevin Gawlik
  • Der Magier im Kreml (Le mage du Kremlin) (F/USA 2025)
    Die Erfindung der Macht: Olivier Assayas zeigt, wie aus Inszenierung Herrschaft wird – und wie ein System aus Angst, Terror und Erzählung seine eigenen Schöpfer verschlingt – von Axel Timo Purr
    »Erfindet keine Storys mehr, erfindet endlich die Realität!«: Der »Kreml-Flüsterer«, die »vertikale Demokratie« und die Kälte im Herzen der Macht – von Rüdiger Suchsland
  • Skunk (B/NL 2023)
    Die Wurzeln kappen: Der belgische Skandalregisseur Koen Mortier versucht sich mit Skunk an einer neuen Provokation. Aber was verbirgt sich hinter der reißerischen Fassade? – von Janick Nolting

Neue Videokritik:

  • Der Magier im Kreml
    Wege zur Macht: Oliviers Assayas' Romanadaption über den Aufstieg Putins und seinen engsten Berater ist weit mehr als nur ein Biopic über die jüngere Geschichte Russlands, finden Felicitas Hübner und Margret Köhler.

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