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20.08.2026
Retrospektive:
- Taugenichtse und Mädchenjahre
Das Werk von Bernhard Sinkel, einem der unbekannteren Autoren des Neuen deutschen Films, kann in einer Retrospektive der Theatiner Filmkunst in München (wieder-)entdeckt werden – von Dunja Bialas
Neue Kritiken:
- All My Sisters (D/Ö/F/IR 2025)
Unter den Augen des Staates: 18 Jahre lang begleitet Massoud Bakhshi seine beiden Nichten beim Erwachsenwerden im Iran – und beobachtet in seiner Dokumentation, wie aus kindlicher Anpassung langsam Eigensinn, politisches Bewusstsein und Widerstand entstehen – Kritik von Reinhard Kleber
- Marsupilami (F/B 2025)
Mit Humor macht man das Unglück müde: Philippe Lacheaus »Marsupilami« entfernt sich weit von André Franquins Comic-Klassiker, trifft aber dennoch dessen anarchischen Geist überraschend gut – Kritik von Axel Timo Purr
- Die Odyssee (The Odyssey) (USA/GB 2026)
Das Erzählen des Erzählens: Der Film, den Christopher Nolan hätte machen können – Versuch, Christopher Nolans »Odyssee« zu verstehen; zweiter Teil – von Rüdiger Suchsland
- Teenage Sex and Death at Camp Miasma (USA/CDN 2026)
Die schöne Unordnung des Begehrens: Irritation, Verunsicherung, Besudelung. Jane Schoenbruns »Teenage Sex and Death at Camp Miasma« hält alles, was das Kino verspricht, und verspricht alles, was das Kino halten muss – Kritik von Rüdiger Suchsland
Arteshot:
- A Sad and Beautiful World
Bei diesem vielfach preisgekrönten, libanesischen Film haben sowohl Thomas Maiwald als auch Stefan Rutz Rezeptionsprobleme und können sich nicht auf einen (grünen oder roten) Shot einigen.
Podcast:
- Ikonendämmerung: Heinz Rühmann, Wim Wenders und die Macht der Bilder
Mit Alexander van Dülmen im Gespräch. Der Filmproduzent verfilmt das Leben der deutschen Schauspielikone Heinz Rühmann, der nicht nur ein riesengroßer Opportunist war, sondern NS-Sympathisant und die Verkörperung der Abgründe des »kleinen Mannes«. Im artechock-Gespräch sprechen Alexander van Dülmen und Rüdiger Suchsland über Rühmanns Karriere und seine
tränenreiche Rührung über sich selbst, über den Faschismus im schrecklich beliebten Film »Die Feuerzangenbowle«, sowie über Parallelen und Unterschiede zur sogenannten Wim-Wenders-Debatte.
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