Aktuelles zum Film

Summer Truth-Cocktailbar

25.06.2026

Filmfest München:

Neue Kritiken:

  • Gorgonà (GR/FR 2025)
    Mythen, Mädchen, Männer: Der König stirbt, es lebe die Königin: Die Wirklichkeit erhebt ihr Medusenhaupt in »Gorgonà« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war (D 2026)
    Nur schreibend existieren: Regine Schilling nähert sich der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Räume, die sich durch die Worte ihres Schreibens öffnen, schließen sich wieder – durch die bebildernde Inszenierung von Sandra Hüller – Kritik von Amelie Hochhäusler
  • Obsession – Du sollst mich lieben (USA 2025)
    Wishful Thinking: Curry Barkers erste Kinoproduktion ist ein schmerzhafter Horrorfilm über psychische Abhängigkeiten und gefährliche Wünsche – Kritik von Benedikt Guntentaler
  • Das Sommerbuch (The Summer Book) (USA/FIN/GB 2024)
    Das schönste Sterben seit langem: Charlie McDowells Verfilmung von Tove Janssons Klassiker ist ein leiser, berührender Film über Trauer, Natur, Kindheit und das langsame Entgleiten des Lebens – Kritik von Axel Timo Purr
  • Supergirl (USA 2026)
    Kryptonischer Kater: Nach James Gunns großartigem vererdeten Superman darf nun Supergirl ins All: nicht ganz so gut, nicht ganz so politisch, aber als girlig-schnoddrige Space-Opera ein großer, betrunkener, hundeverliebter Spaß – Kritik von Axel Timo Purr

arteshot-Videokritik:

  • Obsession
    Liebe im Quadrat: Curry Barkers doppelbödiger Lowbudget-Horrorfilm ist nicht nur ein Kritikerliebling, sondern in den USA und Kanada auch ein völlig überraschender Publikumserfolg. Zurecht, finden Roderich Fabian und Axel Timo Purr.

Il Cinema Ritrovato:

Cinema Moralia:

  • Braucht Europa eine Kathedrale?
    Das Filmfest kann kommen. Und: Wie digitale Souveränität in Europa praktisch möglich wäre – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 393. Folge — von Rüdiger Suchsland

Podcast:

  • »Die Anspannung eines Familienfests, muss man erstmal aushalten...«
    Die Münchner Regisseurin Pauline Roenneberg hat nach mehreren dokumentarischen Arbeiten ihren ersten Spielfilm gedreht: »Kalter Hund« hat im deutschen Wettbewerb des Filmfests München Weltpremiere und kommt im Herbst ins deutsche Kino. – Mit Rüdiger Suchsland spricht sie vor Filmfest-Start über ihre ganz spezielle Art, ohne festes Drehbuch zu drehen und trotzdem keinen »Improvisations-Film« zu machen, über Familienaufstellungen und das Lustige im Schmerz, Humor der mit Tabubrüchen spielt, sowie darüber, wann Stellen im Drehbuch für die Schauspieler geschwärzt werden müssen.
Looking for Eric

18.06.2026

Ken Loach:

  • Happy Birthday, Mr. Communist!
    Brot und Rosen, Land und Freiheit: Ken Loach, der Regisseur der Klassengesellschaft, wird 90 – zur Aktualität des wichtigsten und bekanntesten britischen Regisseurs – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Sein oder Nichtsein
    Die Georgischen Filmtage erkunden dieses Jahr, was ist, sein könnte, nicht war, hätte sein können – und nicht mehr ist — von Paula Ruppert

Neue Kritiken:

  • The Death of Robin Hood (USA 2026)
    Ende Legende: Michael Sarnoski lehrt einmal mehr das Loslassen – Kritik von Thomas Willmann
  • The Love That Remains (Ástin sem eftir er) (IS/DK/S/F 2025)
    Die Liebe nach der Liebe: Hlynur Pálmason zeigt einen tastenden, manchmal überzeichneten, dann wieder wunderbar genauen Film über Trennung, Familie und die grotesken Restbestände des Zusammenlebens – von Axel Timo Purr
    Es bleibt nicht in der Familie: Hlynur Pálmason öffnet den Blick vom Privaten in die Endlichkeit – von Thomas Willmann
  • Sechswochenamt (D 2026)
    Die Geometrie der Trauer: Der Tod einer Mutter wird zur Neuvermessung einer Familie. Jacqueline Jansens preisgekröntes Debüt erzählt mit großer Genauigkeit von den unterschiedlichen Rhythmen der Trauer – Kritik von Axel Timo Purr

LOL 2.0:

Podcast Live: Dust in the Wind (artechock mit critic.de):

  • Begehrliche Blicke und grüßende Kräne
    Über Angela Schanelecs MEINE FRAU WEINT sprechen die Filmkritiker*innen Lukas Förster und Dunja Bialas mit Doris Kuhn. Aufgezeichnet im Werkstattkino mit Publikum, direkt nach der Filmvorführung.

Cinema Moralia:

  • »Unsere Zeiten brauchen keine Wohlfühlparolen.«
    »Staatsschutz«: Regisseur Faraz Shariat gegen eine romantisierende Vorstellung von Vielfalt; aber wenn ein Festival politisch sein will, gibt es Integrationspreise an Deutsche – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 392. Folge — von Rüdiger Suchsland
Im Reich der Sinne

11.06.2026

Neue Kritiken:

  • Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit (USA 2026)
    Die Möglichkeit einer anderen Perspektive: Mit Empathie die Welt retten: Steven Spielberg remixt Roswell, E.T. und die großen UFO-Mythen zu einem überwältigenden Märchen der Hoffnung – von Axel Timo Purr
    Found in Translation: Spielberg erzählt ein hoffnungsvolles Märchen über Tele-Kommunikation – von Thomas Willmann
  • Fränk (Estland 2025)
    Zwischen Opfer und Täter: Der estnische Regisseur Tõnis Pill verarbeitet in Fränk eigene Erfahrungen und schildert eindringlich, wie familiäre Gewalt und toxische Gruppendynamiken Kinder zu Tätern machen können – Kritik von Reinhard Kleber
  • Im Reich der Sinne (Ai no korîda) (J/F 1976)
    Hypnotisierend, betörend und vollkommen entwaffnend: Warum Im Reich der Sinne der ehrlichste Liebesfilm ist – zur Wiederaufführung eines Meisterwerks – Kritik von Lilith Stangenberg
  • Meine Frau weint (D/F 2026)
    Einmal fällt Platzregen: Angela Schanelec erzählt in ihrem neuesten Film eine Kolportagegeschichte, die von einer großen Tragik erfasst wird – Kritik von Dunja Bialas

Neue Videokritik:

  • Die kleine Amélie oder der Charakter des Regens
    niemand, nicht einmal der regen, hat solch kleine hände: Liane-Cho Han und Maïlys Vallade gelingt es in ihrem Animationsfilm kongenial das Leichte mit dem Schweren zu verbinden und dann auch noch zeichnerisch ganz im Sinne der großen Ghibli-Filme zu brillieren. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sind schwer beeindruckt.

Retrospektive:

  • Kino der Ungewissheit
    Haltung bewahren: David Lean in der aktuellen Retrospektive des Berliner Arsenal und in einem Dokumentarfilm bei den Filmfestspielen in Cannes – die Filme des facettenreichen britischen Nachkriegskinos, eines Kinos zwischen Tradition, Trauma und Neuanfang – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Vertrieben aus dem Reich der Sinne
    Deutscher Film von Sinnen: Glücklicherweise interessiert die Wenders-Debatte nur die Filmblase, aber die Therapiemoral ersetzt die Kunstdiskurse – von Rüdiger Suchsland

Deutscher Filmpreis:

Chronique d'un été

04.06.2026

Nachruf:

  • Wahrheit des Kinos
    Der französische Anthropologe Edgar Morin ist im Alter von 104 Jahren verstorben. Nachruf einer Cinephilen – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Dao (F/SN/GNB 2026)
    Eine echte falsche Familie: Alain Gomis lässt ein dreitägiges Totenritual in Guinea-Bissau und eine exzessive Hochzeitsfeier in der Nähe von Paris in einem intensiven Strom von Emotionen und Energien jenseits von Spiel und Authentizität ineinander aufgehen – Kritik von Wolfgang Lasinger
  • Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes (PL/GB 2025)
    Die Pädagogik des Kellers: Jan Komasa untersucht die Grenzen von Freiheit, Verantwortung und sozialer Formbarkeit. Ein ebenso verstörendes wie kluges Gedankenexperiment über die Frage, ob der Mensch besser werden kann – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Good Boy
    Ein schlimmer Finger: Jan Komasas zutiefst moralischer, schwarzhumoriger Thriller hat Roderich Fabian und Stefan Rutz sowohl irritiert als auch begeistert.

Neuer Podcast:

  • Wim Wenders, Nastassja Kinski und die Freiheit der Kunst – ein Streitgespräch
    Die gegenwärtige Debatte um einen alten Film von Wim Wenders berührt Grundsätzliches: Das Verhältnis von Kunstfreiheit und rückwirkenden Schutzrechten, Zeitgeist gestern und heute, und die Folgen, die es hat, wenn man Beteiligten an Filmen nachträgliche Einspruchsrechte zugesteht. In einem freundschaftlichen Streitgespräch sprechen die Regisseurin, Autorin und Produzentin Saralisa Volm und artechock-Filmkritiker und Regisseur Rüdiger Suchsland im neuen artechock-Podcast über diese Aspekte der »Wenders-Debatte«, über eine neue Lust an Moral und Zensur, über die Rolle von Medien als Kampagnentreiber und den digitalen Mob und was das alles für die Zukunft bedeutet.

Cinema Moralia:

  • Die Stunde der Selbstgerechten
    Film hat ganz unmittelbar mit Verführung zu tun: Die Filmkunst und die Debatte um Wim Wenders' Film – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 390. Folge – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Die Familienbande zerschlagen!
    Das 23. Crossing Europe versammelte unter dem Motto „Family Ties“ intensive europäische Spiel- und Dokumentarfilme, die auf das weibliche Erleben perspektivierten — von Dunja Bialas
Das geträumte Abenteuer

28.05.2026

Cannes:

Neue Kritiken:

  • Ticket ins Leben (Aimons-nous vivants) (F 2025)
    Liebe als Schnittmenge: Jean-Pierre Améris’ Ticket ins Leben ist eine Tragikomödie über Sterbewünsche, peinliche Begegnungen, vergangene Kunstformen und die vielleicht abstruseste und gleichzeitig wichtigste aller menschlichen Fähigkeiten: trotzdem weiterzumachen – Kritik von Axel Timo Purr
  • I Only Rest in the Storm (O Riso e a Faca) (2025)
    Kaleidoskopische Leere: In monumentalen 211 Minuten erzählt Pedro Pinho von der Kolonialgeschichte Guinea-Bissaus, vom Straßenbau, von Cashew-Wein, vom Verlorengehen unter der Sonne – Kritik von Benedikt Guntentaler

Neue Videokritik:

  • Verflucht normal
    Absolut! Kirk Jones' preisgekröntes »Tourette-Bio-Pic« hat bei den BAFTAs nicht nur wichtige Preise erhalten, sondern auch einen kleinen Skandal ausgelöst. Stefan Rutz und Felicitas Hübner ist das egal, sie sind von der unkonventionellen Komödie begeistert.

Cinema Moralia:

  • Der Preis des deutschen Films...
    Alle Jahre wieder seit 75 Jahren: Der sogenannte Deutsche Filmpreis und die sogenannte Filmakademie – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 389. Folge – von Rüdiger Suchsland
Everytime

21.05.2026

Cannes:

Neue Kritiken:

  • Eagles of the Republic (S/DK/F/FIN/D 2025)
    Schauspieler der Macht: Tarik Salehs letzter Teil der Kairo-Trilogie blickt tief in den paranoiden Maschinenraum des ägyptischen Staates und zeigt eine Diktatur, die längst selbst zum Film geworden ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Home Entertainment (D 2025)
    Abend ohne Eigenschaften: Dietrich Brüggemanns Kammerspiel seziert mit trockenem Witz und präziser Grausamkeit eine Gegenwart, in der selbst Intimität nur noch eine Option unter vielen ist – und jede Entscheidung in Unzufriedenheit endet. Ein Pro und Contra. – Kritik von artechock-Redaktion
  • The Mandalorian & Grogu (Star Wars: The Mandalorian and Grogu) (USA 2026)
    Im Kindergarten der Galaxis: Jon Favreaus verwandelt Star Wars endgültig in eine algorithmisch berechnete Nostalgie-Maschine ohne Risiko, ohne Figuren und ohne jede Fallhöhe – von Axel Timo Purr
    Vertrautes Visier vor viel Vakuum: Das Kinodebut des Mandalorian befüllt die Franchise-Mühle – von Thomas Willmann
  • Vivaldi und ich (Primavera) (I/F 2025)
    Die Musik der Verlorenen: Zwischen barocker Schönheit und institutioneller Grausamkeit entwickelt Michielettos Kinodebüt ein still erschütterndes Requiem auf jene Mädchen, deren Musik einst Europa verzauberte und deren Leben vergessen wurde – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Mother Mary
    Das Ende der Musik: Ist David Lowerys Melodram und Musikfilm mit Anne Hathaway und Michaela Coel mehr als nur eine Gespenstergeschichte, so wie Lowerys letzte Arbeiten? Roderich Fabian und Axel Timo Purr sind sich uneinig.

Neuer Podcast:

Cinema Moralia:

DOK.fest München:

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