Aktuelles zum Film

Carrie

29.10.2026

Seitenblicke:

  • Wo alle hinsehen
    50 Jahre nach Brian De Palmas Kinoklassiker erzählt Mike Flanagan Carrie als Serie neu. Ein Vergleich über die Macht der Bilder, die Grausamkeit des Zuschauens und eine Gesellschaft, in der Demütigung kein Ende mehr findet – von Abil Hasanov
  • Das Lachen wird uns noch vergehen
    Elon Musks KI-generierte Odyssee ist ein dramaturgisches Desaster. Doch hinter den sieben Minuten künstlicher Langeweile verbirgt sich eine technische Revolution, die in China bereits Tausende Filmschaffende unter Druck setzt – von Axel Timo Purr
  • Unmenschliche Frauen
    Neue Filme über untote Freunde der Menschen: Ulrike Ottingers Die Blutgräfin und Taika Waititis Klara und die Sonne – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritik:

Neue Videokritik:

  • Glaube
    Die Grenzen der Gesellschaft: Alauda Ruiz de Azúas Coming-of-Age-Film folgt einer 17-Jährigen auf ihrem Weg in den Glauben. Ohne dabei frömmlerisch zu sein, zeigt Azúa vor allem, wie schwer ihr Umfeld ihren eigensinnigen Weg anzunehmen bereit ist. Ganz und gar ungewöhnlich und großartig, findet Stefan Rutz.

Festivals:

  • Der Dritte Weg vor und hinter den Anden
    Die Retrospektive der DOK-Leipzig zeigt politische Dokumentarfilme aus Lateinamerika – Notizen von der Dok.Leipzig, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Die Einsamkeit ist der Film und die Welt
    Hong Sang-soo kehrt auf der Viennale mit »Nowhere to Lay My Eyes« zum Farbfilm zurück und präsentiert einen seiner melancholischsten und schönsten Filme — von Benedikt Guntentaler
  • Familiengeheimnisse
    Das 20. Rumänische Filmfestival München zeigt einen neuen Sensibilismus des Kinos — von Dunja Bialas

Neue Podcasts:

  • Dust in the Wind: Über Caroline Kox' freie Jelinek-Verfilmung LIEBHABERINNEN sprechen die Filmkritiker:innen Dunja Bialas (artechock) und Lukas Förster (critic.de) mit Andrea Kuhn (Menschenrechtsfilmfestival Nürnberg) direkt nach der Vorführung im Filmhaus Nürnberg.
    »Dust in the Wind – Der Kinopodcast« wird im monatlichen Wechsel im Werkstattkino München und im Filmhaus Nürnberg im Beisein des Publikums aufgezeichnet.
  • Wo steht gerade der Dokumentarfilm? Und wer war Einar Schleef?
    Gerade läuft noch die Dok.Leipzig – Grund genug zu einer Bestandsaufnahme. Über die Lage des deutschen Dokumentarfilms im Jahr 2026 spricht Rüdiger Suchsland im artechock-Podcast mit der Regisseurin Sandra Prechtel (Roland Klick – The Heart Is a Hungry Hunter) und der Schnittmeisterin Katja Dringenberg (Von Caligari zu Hitler).
  • Wer schreibt die Geschichte im Kino? Sieger oder Verlierer?
    Im September 1990, noch ein paar Wochen vor offiziellen (Wieder-)»Vereinigung« der Deutschen im Oktober 1990 begann RP Kahl sein Schauspielstudium in Rostock. Wenige Wochen später sollte die Hochschule abgewickelt werden. Kahl und seine Kommilitonen aus Ost wie West ließen sich das nicht bieten, und leisteten erfolgreich politischen Widerstand. Jetzt haben er und seine damalige Kommilitonin Sonja Hilberger darüber einen Dokumentarfilm gemacht. Im artechock-Podcast berichtet Kahl über den Film, die historischen Ereignisse und eigene Erfahrungen; sowie über seltene deutsch-deutsche Gemeinsamkeiten.
Do you love me - Lana Daher

22.10.2026

Festival:

  • Das Kino als Labor der Wirklichkeit
    Weniger Filme, mehr Experimente, überraschende Begegnungen: Die 14. Ausgabe von DOXS RUHR hat gezeigt, wie lebendig und politisch Dokumentarfilmkultur für ein junges Publikum sein kann und warum die Zukunft des Kinos auch davon abhängt, wer darüber sprechen darf – von Axel Timo Purr

Interview:

  • Dokumentarfilm macht Schule
    Ein Pilotprojekt zum Einsatz von festivalerprobten Dokumentarfilmen bei den SchulKinoWochen – Melika Gothe, Gudrun Sommer & Matthias Wallraven im Gespräch – von Ralf Krämer

Neue Kritiken:

  • Die andere Seite (D 2026)
    Die andere Seite der Freiheit: Mariko Minoguchis zweiter Spielfilm Die andere Seite erzählt von Trauer, Angst und einer No-Nonsense-Frau – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Moscas – Fliegen und andere Gäste (MEX/E 2026)
    Wenn die Fliegen verstummen: Fernando Eimbckes Moscas erzählt in poetischen Schwarzweißbildern von Einsamkeit, Verlust und einer unerwarteten Nähe. Es ist ein stiller, wunderbar verspielter Film über die Möglichkeit, das Leben noch einmal neu zu beginnen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Our Girls (NL 2025)
    Wenn das Schicksal zuschlägt: Mike van Diems meisterhaftes, niederländische Familiendrama wirft die Frage auf, ob Eltern ihre schwerstverletzte Tochter sterben lassen sollen, um das Leben eines anderen Mädchens zu retten – Kritik von Reinhard Kleber
  • Possible Love (Ga-neung-han sa-rang) (ROK/F 2026)
    Parasiten der Klassengesellschaft: Lee Chang-dongs engagierte Kieslowski-Variation Possible Love – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Fliegen tanzen Cha-cha-cha
    Fernando Eimbckes „Moscas“ ist ein so ungewöhnlicher wie poetischer Coming-of-Age Film und ein zärtliches Beziehungskarussell, das auf fast allen Ebenen beeindruckt, finden Stefan Rutz und Axel Timo Purr.

Neue Podcasts:

Take my Breath

15.10.2026

16. Afrikanischen Filmtage:

  • Wider die einzige Geschichte
    Von Nigerias Tanzszene über die Wunden des ruandischen Genozids bis zu den musikalischen Verbindungen zwischen Westafrika und New Orleans: Die 16. Afrikanischen Filmtage München erzählen von Identität, Erinnerung und Selbstbestimmung und von einem Kontinent, der sich nicht auf eine einzige Geschichte reduzieren lässt – von Axel Timo Purr

Neue Kritik:

  • Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte (D 2026)
    Ein Tag wie ein Leben: Mit Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte gelingt Volker Schlöndorff eine kongeniale Verfilmung von Jenny Erpenbecks Roman. Ein Film über deutsche Geschichte, Erinnerung und die Flüchtigkeit menschlicher Existenz, die sich die Freiheit nimmt, Literatur in eine eigene, überwältigende Bildsprache zu übersetzen – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Heimsuchung (DEU 2026)
    Gespensterreigen: Volker Schlöndorff hat Jenny Erpenbecks gleichnamigen Roman mit einem prominent besetzten Ensemble adaptiert. Die Verfilmung des inzwischen im schulischen Lektürekanon etablierten Werks dürfte nicht zuletzt für Schüler ein Segen sein. Aber auch Margret Köhler und Axel Timo Purr wissen Schlöndorffs filmischer Interpretation einiges abzugewinnen.

Seitenblicke:

Cinema Moralia:

Last Movies

08.10.2026

21. Underdox:

  • Letzte Filme
    Mit dem Thema »Erinnern« taucht das 21. UNDERDOX in Geschichte und Filmgeschichte ein – und versteht dies auch als Statement zur Erinnerungskultur – von Dunja Bialas
  • Drei Talks zu HOLOFICTION
    Drei Festivals, drei Diskussionen, drei Perspektiven auf dieselben Bilder – von Michal Kosakowski

Festival:

  • Wer bleibt, wenn alle gehen mussten?
    Das Belarussische Kulturfestival Minsk x Minga widmet sich mit The Babushkas of Chernobyl der Frage, wie das Leben in der atomaren Sperrzone weitergeht, was der Mensch dort macht und was Heimat ist, wenn ihre Geborgenheit zur Gefahr geworden ist. – von Paula Ruppert

Neue Kritiken:

  • Alte Liebe (D 2026)
    Ach, Harry! Andreas Dresens Alte Liebe ist eine ebenso zärtliche wie gnadenlose Beziehungsinventur – getragen von Dagmar Manzel und Joachim Król, die nach vierzig gemeinsamen Jahren wissen, dass Liebe nicht unbedingt schöner wird, nur weil sie bleibt.– Kritik von Axel Timo Purr
  • Hope (Hopeu) (Südkorea 2026)
    Visuelles Delirium: Auf der Achterbahn tags um halb eins: Mit seinem großartigen Hope erfindet Na Hong-jin nicht nur das Genre, sondern das Kino selbst neu – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • The Social Reckoning (USA 2026)
    Worte gegen Daten: Aaron Sorkins The Social Reckoning setzt The Social Network fort und macht aus Mark Zuckerbergs Coming-of-Age die Geschichte einer gesellschaftlichen Ernüchterung. Zugleich reiht sich der Film in die große Tradition des amerikanischen Journalistenfilms ein – Kritik von Axel Timo Purr
  • Verity – Dunkle Geheimnisse (USA 2026)
    Der Teufel trägt Text: Michael Showalters Verity ist ein altmodischer Erotikthriller im modischen Gewand der Dark Romance. Das wäre kaum der Rede wert, wäre da nicht ein Publikum, das den Film gerade weltweit zum Erfolg macht – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Alte Liebe (DEU 2026)
    Alte Liebe rostet nicht: Andreas Dresen hat den Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder mit Dagmar Manzel und Joachim Król verfilmt. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sind geteilter Meinung über Dresens Adaption.

Neuer Podcast:

  • „»Holofiction« ist auch ein politisches Statement“
    »Es hat eine Verschiebung der Diskurse stattgefunden« berichtet der Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger im artechock-Podcast. Im Gespräch mit Rüdiger Suchsland stellt Stiglegger „Holofiction“ vor, das von ihm herausgegebene Buch zum gleichnamigen Film von Michal Kosakowski.

Seitenblick:

  • Wer ist das Ungeheuer?
    Elia Kazan machte Steinbecks „Jenseits von Eden“ 1955 zum Filmklassiker. Siebzig Jahre später fragt seine Enkelin Zoe Kazan in ihrer Netflix-Serie neu: Ist das Böse angeboren – oder hat auch das Ungeheuer eine Geschichte? – von Abil Hasanov

Cinema Moralia:

  • Die offenen Wunden der Erfahrung
    Erinnerungskultur, Filmerbe, die Gegenwart der Weimarer Republik und deutsche Filmpolitik – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 398. Folge – von Rüdiger Suchsland
El Fantasma

01.10.2026

74. Internationales Filmfestival San Sebastián:

  • Wenn die Sonne sehr tief liegt...
    »Adiós, adiós, me voy, me voy«: Schwanengesänge und junge Achtzigjährige an der Concha – San Sebastian-Notizen, 5. Folge – von Rüdiger Suchsland

Seitenblick:

Neue Kritiken:

  • Corpus Delicti (D 2026)
    Im Zweifel gegen die Ambivalenz: Lena Stahls Verfilmung von Juli Zehs „Corpus Delicti“ findet eindrucksvolle Bilder für die Gesundheitsdiktatur der „Methode“. Gerade dort aber, wo Zehs Gedankenexperiment von Widersprüchen lebt, fällt der Film zu eindeutige Urteile – Kritik von Axel Timo Purr
  • Naza (GB/USA 2026)
    Ein Film als Kampagnen-Werkzeug: Yuval Abraham und Rachel Szor wollen Israel delegitimieren. Unangenehme Tatsachen und Grauzonen blendet Naza deshalb aus. Ein Schauprozess. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld (Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom) (GB/F 2026)
    Mäh mal langsamer! Auch im dritten Kinoabenteuer beweisen Shaun und seine Herde, wie wunderbar altmodisch modernes Animationskino sein kann. „Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld“ ist liebevoll, detailversessen und oft sehr komisch. Nur eines haben die Schafe offenbar verlernt: auch einmal stillzuhalten – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Digger (USA/MEX/UK 2026)
    Die Welt am Abgrund: Alejandro González Iñárritus schwarze Komödie mit Tom Cruise und Sandra Hüller in tragenden Rollen ist nicht nur wegen seiner grotesken Elemente ein Film, an dem man sich erinnern wird, finden Yannick Vollweiler und Roderich Fabian.

CINEMA! Italia!:

  • Wechselwirkungen
    Zum 29. Mal tourt das Filmfestival CINEMA! ITALIA! durch Deutschland, in München machen die italienischen Filmtage zwischen 1. und 14. Oktober im Theatiner Filmtheater Station. – von Elke Eckert
Das geträumte Abenteuer

24.09.2026

Interview:

Seitenblick:

Neue Kritiken:

  • Emil und die Detektive (D 2026)
    Kinder, die keine Kinder sein dürfen: David Dietl versetzt Erich Kästners Emil und die Detektive ins Berlin der Influencer und Smartphones. Die Idee ist richtig, doch steife Dialoge, erschreckend blasse Kinderdarsteller und eine mutlose Inszenierung nehmen Kästners Klassiker ausgerechnet das, was ihn bis heute modern macht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Das geträumte Abenteuer (D/F/BG/Ö 2026)
    Archäologie der Erinnerung: Valeska Grisebach hat mit »Das geträumte Abenteuer« an der äußersten Grenze der EU ein träumerisches Roadmovie geschaffen, das zu den Erinnerungen der Menschen an die Nachwendezeit in Bulgarien führt – Kritik von Dunja Bialas
  • Kalter Hund (D 2026)
    Die große Verdrängung: Pauline Roennebergs »Kalter Hund« unternimmt eine Familienaufstellung der deutschen Komödie – von Dunja Bialas
  • Maspalomas (E 2025)
    Ein ganzes Leben: In »Maspalomas« reflektiert der 76-jährige Vicente über sein Leben als schwuler Mann. Trotz inszenatorischer Längen ist der Film ein wirkungsvolles Plädoyer für Neuanfänge – Kritik von Kevin Gawlik
  • Primetime (USA 2026)
    Das Böse zur besten Sendezeit: Eine Mediensatire als Horrorfilm – Kritik von Rüdiger Suchsland

Arteshot-Videokritik:

  • Primetime (USA 2026)
    Mediale Massaker
    In Venedig wurde Lance Oppenheims medienkritischer Pädophilie-Thriller mit Robert Pattinson in der Hauptrolle gespalten rezipiert. Auch Stefan Rutz und Harald Pauli sind sich uneins

San Sebastián:

  • San Sebastián Special – Übersicht
  • Wie weiterleben, trotz Schuld und Vergangenheit
    José Giovannis Männergeschichten in der Retrospektive – San Sebastian-Notizen, 3. Folge — von Rüdiger Suchsland
  • Podcast aus San Sebastián
    Tod und Gespenster aus Deutschland, Leben und Jugend aus Argentinien: In ersten artechock-podcast vom Filmfestival in San Sebastian berichtet Rüdiger Suchsland von einem argentinischen »Boyhood« und zwei Filmen aus Deutschland, die auf sehr unterschiedliche Weise von Todestrieb und Lebenssehnsucht erzählen. Sie gefallen, werfen aber auch Fragen auf, die grundsätzlich sind.

Festival:

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