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Am 1. April 1989 wird ein Mann beim Überqueren einer Straße
von einem Auto angefahren. Dieser eine Augenblick macht ihn zu
einem völlig anderen Menschen, der gefangen ist zwischen
Leben und Tod. Der Film, gedreht von der Tochter dieses Mannes,
ist der Versuch, sowohl diesen einen flüchtigen Moment als
auch seine sehr präsenten, dauerhaften Auswirkungen auf
ihre Familie - russische Einwanderer, die im kleinbürgerlichen
Colorado von der Außenwelt abgeschnitten leben - einzufangen.
Sie versucht, mit der Kamera in die isolierten Welten ihres hirngeschädigten
Vaters und ihrer Mutter einzudringen, die ihre Karriere als Computerprogrammiererin
aufgegeben hat, um ihn zuhause pflegen zu können: Eine Chronik
der oft bizarren Versuche ihrer Mutter, ihre eigene Zurechnungsfähigkeit
und ihren Sinn für Humor zu bewahren, während sie sich
um die menschlichen Bedürfnisse eines Mannes kümmert,
der schon lange aufgehört hat, ihr Mann zu sein. Die Charaktere
in dieser Geschichte existieren in einem von der Realität
losgelösten Zustand, in einer sich täglich wiederholenden
Schleife, die zu einem endlosen Warten geworden ist.
BIO-FILMOGRAPHIE Julia
Loktev
Geboren 1969 in St. Petersburg, UdSSR. 1978 Emigration
nach Colorado, USA. Arbeit als DJ und Musikjournalistin. Arbeiten,
die Audio als künstlerisches Medium für Radio und Ausstellungsräume
einsetzen. Sie wurden gesendet und zur Aufführung gebracht
in internationalen Media-Art-Festivals, z.B. im Irish Museum
of Modern Art, Video Positive, dem Internationalen Symposium
in Elektronischen Künsten, der Australian Broadcasting Company
und der Canadian Broadcasting Company. Auch Edition einiger Projekte
auf Compact Disc. Studium an der McGill University und Diplom
für das NYU Film-Programm. Nach zwei Kurzfilmen ist Moment
of Impact ihr erster langer Film.
Filme: 1995 PRIVY 1996 SWEETER
THAN WINE
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