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Persistence ist eine Meditation über die Zeit nach einem
großen historischen Ereignis, über kontinuierliche
und diskontinuierliche Geschichtsverläufe. Er handelt auch
von verschiedenen Weisen filmischer Beobachtung, der persönlichen,
der dokumentarischen und der fiktionalen, sowie von der Abhängigkeit
von diesen traditionellen Beobachtungsmodellen, die notwendigerweise
unserer Sicht der Ereignisse Form geben. Persistence wurde 1991/
92 in Berlin gedreht. Dieses aktuelle Material wird mit Filmaufnahmen
der Kameraleute des amerikanischen Signal Corps aus den Jahren
1945-46 konfrontiert. Eingefügt sind außerdem Zitate
aus Rossellinis ebenfalls 1946 gedrehtem Film Germania: Anno
Zero (Deutschland im Jahre Null). Die Texte stammen aus den Notizbüchern
von Max Frisch, Stig Dagerman und Janet Flanner aus der Zeit
kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Sie werden meist aktuellem Filmmaterial
unterlegt. Außerdem gibt es Textstellen aus Daniel Eisenbergs
Tagebuch, das er während seines Berlinaufenthalts 1991/92
führte. Sie erscheinen meist zu dem Archivmaterial. Viele
der für Persistence gefilmten Orte waren historische Bauwerke,
die bald verändert, renoviert, abgerissen wurden. Ein Teil
des filmischen Arbeitsprozesses bestand darin, vorauszuahnen,
welche Orte unmittelbar betroffen sein und welche sich über
einen längeren Zeitraum hinweg verwandeln würden. Eine
vielschichtige Montage über Geschichte und Gegenwart Berlins
und Deutschlands.
BIO-FILMOGRAPHIE DANIEL EISENBERG
Geboren
1954 in Israel. Emigrierte als Kind mit seinen Eltern in die
USA. Studium an der State University of New York in Binghamton
u.a. bei Ernie Gehr, Larry Gottheim, Klaus Wyborny, Saul Levine
und Ken Jacobs. 1975 begann er mit der Arbeit an seinem ersten
Film. 1991/92 Stipendium des DAAD (Berliner Künstlerprogramm)
in Berlin. Unterrichtet zurzeit an der School of the Art Institute
in Chicago.
Filme: 1975/79 MATRICE 1979 DESIGN AND BREBIS 1980/81
DISPLACED PERSONS 1980 MEXICAN SCETCHES 1981 TWO MOTION
STUDIES 1984 TO A BROTHER IN ASIA NATIVE SHORE 1987
COOPERATION OF PARTS 1980-91 A SHORT NOTE ABOUT REPRESENTATION 1997
PERSISTENCE
(Katalog des 12.
internationalen Dokumentarfilmfestivals)
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