Unerwünschtes Kino – Der deutschsprachige Emigrantenfilm

»Kurz nach Hitlers Mach­tüber­nahme 1933 wurden jüdische Film­schaf­fende gezwungen, Deutsch­land zu verlassen. Eine Gruppe von Emigran­tinnen und Emigranten konnte sich in Wien und Budapest in einer vom ›reichs­deut­schen‹ Markt unab­hän­gigen, deutsch­spra­chigen Film­pro­duk­tion betätigen. Uner­wünschtes Kino basiert zum einen auf Ausschnitten aus Spiel­filmen, Wochen­schauen und ›home-movies‹, u.a. des Film­re­gis­seurs Hermann Koster­litz, der als Henry Koster drei Jahr­zehnte zu den führenden Regis­seuren Holly­woods zählte. Seine 8mm-Filme wurden von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences erst kürzlich restau­riert und sind in dem Doku­men­tar­film erstmals zu sehen. Porträ­tiert werden neben Hermann Koster­litz (Henry Koster) Felix Joachimson (Jackson), Joe Pasternak, Otto Wallburg, Hans Jaray, Franziska Gaal, Rosy Barsony, Hortense Raky, Oskar Pilzer, Zoltan Vidor und Ernst Verebes. In Gesprächen mit Zeit­zeu­gInnen und den Nach­fahren der Film­e­mi­gran­tInnen werden die Schick­sale der Haupt­ak­teurInnen, die Bedin­gungen der Film­pro­duk­tion in den 30er Jahren sowie die Emigra­tion vermit­telt.« (3sat)

top