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Gallivant

 
 
GB 1996 - 100 Minuten -
Regie: Andrew Kötting
Kamera: Nick Gordon Smith
Drehbuch: Andrew Kötting
Besetzung:
 
 
 
 


Ein amüsanter und rührender Film über Reisen, Kommunikation und Selbstdarstellung. Gladys (85), die Großmutter des Regisseurs, eine sehr rechthaberische Frau, die ständig mit - oft verwirrenden und widersprüchlichen - Anekdoten und Erinnerungen dazwischenfunkt, und Eden (7), die Tochter des Regisseurs, die sich nur mit Zeichensprache verständlich machen kann, reisen entlang der englischen Küste und in die Welt des jeweils anderen. Die beiden entwickeln einen Dialog mit den Exzentrikern, den verrückten Typen und den ‘normalen’ Menschen, die an der Küste wohnen, während der Regisseur einen ironischen Einblick in die verschiedenen Generationen seiner Familie gibt.

Something old, something new ... Gallivant ist, rein formal gesehen, eine Reisebeschreibung auf mehreren Ebenen, aus drei Perspektiven: Die Route ist einfach - einmal rund um die britische Insel, an der Küste antlang (Start und Ziel ist Bexley in Südengland). Was man vordergründig sieht, ist ein altes Land, das sich verzweifelt bemüht, ins 21. Jahrhundert hinüberzukriechen. Mit wenig Erfolg. Ein bißchen wie die alte DDR mit den Neonreklamen der Westfirmen: darunter sind auch noch die fünfziger Jahre lebendig. Die Leute, denen wir begegnen, haben viele Vorurteile und sind auf ihrer Insel gestrandet. Zukunft scheint es wenig zu geben. Dafür in den Köpfen viele Variationen von Vergangenheit. (...) Eine Reise aus der Perspektive eines Kindes, für das sich alles bewegt; einer alten Frau, die noch genug findet, was sie an eine Zeit erinnert, als alle und alles seinen Platz hatte. Und der eines Filmemachers, der ein Gedicht an den Lebenswillen der beiden verfaßt hat. Und über ein Land, das verwirrt ist, dessen kollektiver Überlebenswillen kein Ziel mehr kennt. Das Meer wird sich alles einmal zurückholen. Und das ist gut so. André Simonoviescz

BIO-FILMOGRAPHIE ANDREW KÖTTING

Geboren 1959. Er studierte Medienwissenschaften an der Slade School of Art. Mit Unterstützung des BFI und des Art Council entstanden mehrere kürzere Filme. Gallivant ist sein erster abendfüllender Film.

Filme:
1984 KLIPPERTY KLOPP
1986 ANVIL HEAD THE HUN
1987 SELF HEAL
1988 ERIK AND INGRID
1989 HUB BUB IN THE BAOBABS
1990 HOI POLLOI
1991 ACUMEN
1992 DIDDYKOY
H.B. 1829
FLESHFILM
1993 FESTIVAL OF BRENT
SMART ALEK
1994 LA BAS
1995 JAUNT
1996 GALLIVANT

(Katalog des 12. internationalen Dokumentarfilmfestivals)

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