artechock: Sie haben HOLY LOLA in Kambodscha
gedreht. Haben Sie die Sprache gelernt?
Bertrand Tavernier: Ein bisschen. Ich verliere
es jetzt wieder. Aber ich konnte Kambodschanisch zählen, ein
bisschen herumreden. Die Betonung ist das Schwierige. Ich
kann mir im Restaurant etwas bestellen, oder auf der Straße
nach dem Weg fragen. Aber mein Problem war, dass ich mit einer
französischen Crew gedreht habe.
Sprechen die Kambodschaner eigentlich noch Französisch?
Nein, gar nicht. Nur die ältere Generation. Und viele Anhänger
der royalistischen Partei. Der kambodschanische König Sihanouk
spricht perfektes Französisch. Er spricht zehn Sprachen. Und
in den meisten singt er sogar! Ich bekam von ihm die ganzen
CD's. Dort singt er auf Französisch, Englisch, Italienisch,
Spanisch, Koreanisch, Vietnamesisch, Chinesisch und natürlich
Kambodschanisch. Und sein Bruder spielt dazu Gitarre.
Die historischen und kulturellen Beziehungen zwischen
der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich und der Kolonie
Indochina sind ambivalent. Haben Sie sich für diesen Film
und ihren Aufenthalt in Kambodscha entsprechend vorbereitet?
Spielte dieses Verhältnis überhaupt eine Rolle?
Nicht wirklich. Mich selbst hat es natürlich interessiert.
Ich wollte zunächst alles wissen, besonders über die aktuelle
Situation in Kambodscha. Natürlich kommt man über die Probleme
der Vergangenheit gar nicht herum, auch nicht um die prekären
Beziehungen zu Thailand und Vietnam, die Kambodscha irgendwann
in der Geschichte auch schon mal unterworfen hatten. Aber
für mich standen immer der Film und sein Thema im Zentrum,
alles andere entstand nebenbei. Und das Thema Adoption ist
so stark, dass es einen ganz in Beschlag nimmt.
Wie kamen Sie jetzt überhaupt auf dieses Thema?
Alle meine Filme haben eines gemeinsam: die Neugier. Den
Wunsch, zu lernen, ein Territorium zu erkunden, das mir vor
dem Film unbekannt war, und mitzuteilen, was immer ich dabei
entdecke, was ich tragisch oder witzig finde. Mein Freund
und Meister Michael Powell schrieb, er habe alle seine Filme
gemacht, um selbst zu lernen. Ich hatte noch nie eine These,
nie eine vorgefasste Idee.
Zum Beispiel HOLY LOLA: Ich wollte nie sagen: Adoption ist
super, oder umgekehrt: Sie ist schlecht, weil… Ich wusste
nie, was dabei herauskommen würde, ich wollte etwas finden,
und mich selbst mit einigen ganz pragmatischen Details und
Momenten konfrontieren. Oft entdecke ich erst während des
Films bestimmte Wahrheiten. Und oft verändert das den ganzen
Film. Das Ende der meisten meiner Filme ist oft nicht identisch
mit dem im Drehbuch.
HOLY LOLA wurde in Frankreich von manchen als Pro-Adoptions-Film
geschätzt, von anderen als Anti-Adoptions-Film. Was ist nun
die Message? Das einzige, dessen ich mir sicher bin, ist in
HOLY LOLA, dass der Film sagt: Wenn man erfolgreich ein Kind
aus einer fremden Kultur adoptieren will, dann muss man diese
Kultur adoptieren. Man muss das Land kennenlernen. Dann könnte
man Erfolg haben.
Kürzlich feierte man den 100ten Geburtstag von Jean Paul
Sartre. Der skizzierte das Konzept er "litterature engagée".
Sie werden in Frankreich oft als "cinéaste engagée", als
sozial und politisch engagierter Filmemacher bezeichnet.
Ich bin immer etwas skeptisch, wenn mich Leute einen "Regisseur
engagée" nennen. Das mag ich zwar in gewissem Sinn zutreffen
- aber das ist doch jeder. Nur bin ich eben gerade keiner,
der immer Antworten parat hat. LA PASSION BEATRICE war nicht
geplant, um zu zeigen, dass das Mittelalter dunkel war. Er
entdeckt die Kunst und die Seele eines Zeitalters. Meine Filme
versuchen immer in ein anderes Land zu gehen und sich umzusehen,
und dort etwas zu finden, was signifikant ist. Den Rest überlasse
ich dem Publikum. Ich gebe Informationen, aber keine Antworten.
Ich will auch keine Resolutionen erlassen. Das heißt natürlich
nicht, dass meine Filme keine Überzeugungen hätten. Sie haben
starke Überzeugungen. Aber die liegen in den Fragen.
Bleiben wir einen Moment bei LA PASSION BEATRICE: Der
Film ist offenkundig stark von den historischen Arbeiten
der "L'ecole d'annales" beeinflusst. Diese Historiker haben
die ethnologische Methode, die für den Umgang mit "primitiven"
Völkern und Kulturen entwickelt wurde, auf ihr eigenes Land
angewandt. Ihre Filme machen mitunter den Eindruck, als
täten Sie Ähnliches, als betrieben Sie eine Ethnographie
Ihres eigenen Landes. Würden Sie Ihre Methode als ethnologisch
bezeichnen?
In gewisser Weise ja. Es kommt verschiedenes zusammen, das
Resultat ist eine Mixtur. Meine Filme sind in ihrem Blick
ethnographisch, aber ich erzähle auch von Charakteren. Ich
muss immer darauf achten, dass alles was ich entdecke und
alles, was ich erfinde, die Figuren beeinflusst. Ein Historiker
ist von den Fakten besessen. Ich muss dagegen die Frage berücksichtigen,
wie ich die Fakten in Form eines Fiction-Plots mit Leidenschaft,
Entwicklungen und Widersprüchen beschreiben kann. Also: Ich
muss eine Geschichte erzählen, ich brauche Imagination. Aber
ja, es ist auch ethnologisch. Die Historiker der Annales,
Autoren wie Georges Duby, Jacques Le Goff und Fernand Braudel,
sind für mein Werk eine der wichtigsten Einflussquellen. Alle
meine Filme beginnen mit einigen wenigen, sehr konkreten Fakten.
Und dann suche ich mir den Rest zusammen, bis das Gesamtbild
und die Emotionen stimmen. Was ich jedenfalls vermeiden will,
ist der Eindruck, dass ich alles wusste.
Woher kommt Ihrer Ansicht nach die Obsession mancher Paare,
unbedingt ein Kind zu wollen, und dafür, auch wenn es auf
natürlichem Weg nicht klappt, keiner Anstrengung aus dem
Weg zu gehen? In Teilen Ihre Films kann man das zwar gut
nachvollziehen, dann aber wirkt es wieder wie eine Hysterie…
Zunächst einmal: Das wäre für mich eigentlich ein anderer
Film. Vielleicht ist es etwas organisches, das Bedürfnis,
Kinder aufwachsen zu sehen. Besonders manche Frauen empfinden
das sehr stark. Ich kenne zwar Frauen und Männer, die keine
Kinder wollen. Aber ich selbst hatte auch Freundinnen, die
unbedingt ein Kind wollten - zu einem Zeitpunkt, als ich keine
Kinder wollte. Und ich habe sie verloren. Daher kenne ich
das. Ich weiß, wie stark der Wunsch sein kann. Damit geht
HOLY LOLA los. Trotzdem ist das "Warum?" nicht die Frage des
Films, die Frage ist "Wie?" Mit was für konkreten Problemen
ist man konfrontiert, wenn man unbedingt ein Kind will? Was
sind diese Probleme? Und ist es normal, dass wir Westler in
die Dritte Welt kommen, um uns ein Kind zu beschaffen?
Und wie lauten Ihre Antworten?
Ich bin überzeugt, dass durch die Adoption vielen Kindern
geholfen wird. Ich denke, solche Eltern, wie ich sie zeige,
werden die adoptierten Kinder sehr gut aufziehen. Sie werden
sie vor viel Unglück bewahren, ihnen eine Erziehung geben,
die sie in ihrem eigenen Land nicht bekommen, ihnen eine Gesundheitsversorgung
geben, die sie dort nicht bekommen. Ihnen droht keine Verstümmelung
durch Landminen mehr. Manchmal entgehen die Kinder durch eine
Adoption sogar ihrer Entführung. Kinderraub oder Kinderverkauf
ist in Südostasien sehr häufig - da sollte man nicht drum
herum reden. Die Kinder landen dann in irgendwelchen Bordellen,
manche werden vergewaltigt. In China zahlt man hohe Preise
für ein jungfräuliches Mädchen. Sie wird dann mehrfach als
Jungfrau verkauft.
Jeder, der in Kambodscha im humanitären Sektor arbeitet,
wird ihnen bestätigen, dass das so ist. Ich habe persönlich
mit Polizisten gesprochen, die an solchen grausamen Fällen
arbeiten. Nur: wir im Westen verschließen gern die Augen vor
solchen Tatsachen. Und unsere Regierung tut nichts! Unsere
Regierungen sind in diesen Fragen völlig passiv. Das wollte
ich zeigen.
Meine Idee war: Durch den Kinderwunsch kommt ein westliches
Paar in ein anderes Land, und allmählich entdeckt es viele,
viele Dinge über das Land. Das verändert einen. Man ist verletzt
und sieht vieles mit anderen Augen. Der Blick ist weiter,
sie haben etwas gelernt. Damit sage ich nicht, dass Adoptionen
alle Probleme lösen. Aber auf Adoptionen völlig zu verzichten,
löst gar nichts. Wenn man das unterbinden würde, würden die
Waisenhäuser geschlossen, weil sie kein Geld mehr haben. Die
Kinder landen dann auf der Straße. Das erste, was ich gelernt
habe, schon nach wenigen Wochen: Es gibt nicht die eine klare
Lösung. Ich versuche sehr genau, gerade diesen Eindruck zu
vermeiden.
Gibt es aber nicht auch eine düstere Seite? Die Beziehungen
zwischen Ex-Kolonien und ihren Ex-Herren sind ja keineswegs
unschuldig…
Nein, es gibt keine Unschuld. Man kann vermeiden, dass die
Beziehungen völlig korrupt sind. Aber völlige Unschuld ist
unmöglich. Zuviel Schreckliches ist vorgefallen. Nichts ist
unschuldig. Man kann nie völlig sicher sein, ob das Kind,
das man adoptiert, nicht geraubt wurde. Aber was will man
tun? Soll man auf die Adoption verzichten? Das einzige, was
man tun kann, ist seine Augen möglichst weit auf machen. Sich
umschauen. Hingucken. Damit erspart man sich zwar nicht alles,
aber wenigstens ein bisschen.
Wie ist es, als Filmregisseur in diesem Land zu arbeiten,
wenn es keine Unschuld gibt?
Sehr bewegend. Denn es gibt zwar keine Unschuld, aber viel
Verlangen. Das Verlangen, zu arbeiten, wieder zu leben. Ich
hatte eine große kambodschanische Crew - und nicht nur, um
unser Gepäck zu tragen. Sie haben wirklich mitgearbeitet:
Wunderbare Leute: witzig, großzügig, intelligent. Wir waren
ganz frei. Wir hatten keine Probleme mit Korruption. Denn
wir wollten ins Land eintauchen. Wir haben uns viel Mühe gegeben,
nicht großkotzig aufzutreten, nicht wie ein typisch europäisches
Filmteam. Es war extrem bewegend. Sehr warmherzig und fordernd.
Wenn man auf Ihre Filme blickt, erkennt große Vielfalt.
Sie haben Filme gemacht wie diesen - ethnographisch. Sie
haben in Ihren bisherigen Filmen auch schon mit vielen großen
Schauspielern gearbeitet, vor allem schönen Frauen: Romy
Schneider, Isabelle Huppert, Sophie Marceau, Julie Delpy…
Sie war damals noch kein Star. Ich habe Julie Delpy überhaupt
entdeckt, LA PASSION BEATRICE war praktisch ihr erster Film,
ein Film ohne Stars. Sophie Marceau ist ein spezieller Fall,
denn LA FILLE D'ARTAGNAN war eigentlich nicht mein Film. Ich
war Produzent, und musste den dann übernehmen. Aber ich liebe
es, mit Sophie Marceau zu arbeiten. Sie ist wunderschön und,
wenn man sie inszeniert, sehr, sehr gut. Im Schneideraum bin
ich mit ihr nicht ganz zurechtgekommen.
Und Romy Schneider...
Romy Schneider brauchte etwas, was zu ihr passte. In LA MORT
EN DIRECT war sie dann unglaublich gut - man musste ihr nichts
erklären. Ich habe nie wieder eine ähnlich instinktiv intelligente
Schauspielerin getroffen. Sie hatte so unglaublich viel Erfahrung
- das hat uns zehn Seiten Erklärungen erspart.
Sie haben Filme gemacht, die gewiss "engagée" sind, in
einem ganz klassischen Sinn. CA COMMENCE AUJOURDHUI und
HOLY LOLA zum Beispiel. Sie handeln von zwingenden sozialen
und politischen Fragen der Gegenwart und beziehen Position.
LA FILLE D'ARTAGNAN tut das nicht…
Nein, aber LA FILLE D'ARTAGNAN war für mich Urlaub. Ich musste
damals eine Woche vor Drehstart den Regisseur ersetzen - also
habe ich es eben gemacht. Es war ein großer Spaß. Wir leben
in unangenehmen Zeiten. Da braucht man das. Ich liebte es,
das Duell zu drehen. Ich fand alles sehr amüsant. Von Zeit
zu Zeit möchte ich einen Film drehen, der mir den Kopf frei
macht. Einen Film in zwei Ländern an vier Drehorten zu drehen,
macht Spaß. Es bereitet mir Vergnügen, beim Duell zwei Kameraeinstellungen
zu haben, Schuß-Gegenschuß, und zu wissen: Zwischen beiden
liegen 1000 Kilometer - aber keiner bemerkt es! Zur gleichen
Zeit suche ich Wahrheiten, bewegende Momente. Ich will etwas
entdecken. Ich will überrascht werden, will staunen können
beim Filmemachen. Und man kann in einem Film wie "Holy Lola"
auf einer anderen Ebene überrascht werden, als in LA FILLE
D'ARTAGNAN. Mein Leben im Kino ist ganz bestimmt von Überraschungen.
Und die meisten von ihnen waren sehr beglückend.
Sie haben eben gesagt: "Wir leben in unangenehmen Zeiten."
Spielen Sie damit auf den aktuellen Terror und den Kampf
gegen ihn an?
Nein, das ist vielleicht Teil des Phänomens, aber ich meine
eine allgemeinere Attitüde. Wir leben in Zeiten, deren Lebensgefühl
von Furcht bestimmt ist. Angeblich gibt es ein "Ende der Ideologien",
mit der Folge, dass wir überhaupt keinen Überzeugungen mehr
trauen. Wir zweifeln an allem. Wir glauben, dass wir überhaupt
nichts Sinnvolles mehr tun können. Der vielleicht übertriebene
Optimismus der Zeit um 1968 - der Glaube man könne alles verändern
- ist umgekippt in einen totalen Pessimismus. Man denkt, man
kann gar nichts mehr verändern. Es gibt viele Bücher und Filme,
die genau davon handeln, die das Beschreiben: Sinnlosigkeit,
Verzweiflung, Resignation.
Ich will das nicht. Darum versuche ich, andere Filme zu
machen. Engagierte, aber in einer Art… Ich will offen für
die Welt bleiben, für die Welt von heute und morgen, aber
auch von gestern. Ob meine Filme in der Gegenwart oder in
der Vergangenheit spielen, macht für mich keinen Unterschied.
Denn wer aus der Vergangenheit lernt, will auch aus der Gegenwart
lernen. Man muss seine Wurzeln kennen.
Nichts macht mich wütender, als diese desinteressierte Attitüde:
"Warum interessieren Sie sich für den Ersten Weltkrieg, das
ist doch nicht mehr unser Problem?" Nicht mehr unser Problem
- abgesehen davon, dass alles, was wir heute sind, in dieser
Zeit begründet liegt. Nicht nur Bosnien, der Kommunismus und
der Faschismus. Wir sollten besser mehr darüber wissen. Die
Attitüde der deutschen und französischen Generäle ist exakt
die Gleiche wie die der heutigen Manager, die dutzendweise
Fabriken schließen: Sie gaben ein Communiqué heraus unter
dem Motto "Der Sieg rückt näher", nachdem sie gerade erfahren
hatten, dass in 20 Minuten 25.000 Menschen gefallen waren.
Das hat für sie bewiesen, dass der Sieg nahe war. Und ebenso
die Art, wie sich alle, selbst hohe Generäle aus der Verantwortung
stehlen.
In Kambodscha habe ich gesehen, wie verlassen ein Land ohne
Geschichte ist. Dort hört in der Schule die Geschichte 1952
auf. Die Menschen wissen nichts über die Roten Khmer, nichts
über das Engagement der Amerikaner in Indochina, sie wissen
nichts darüber, dass auf Kambodscha mehr Bomben fielen, als
auf Nazi-Deutschland - dank Mr. Kissinger und Mr. Nixon.
Sie sind bekannt als Kritiker Amerikas, aber Sie mögen
das Land auch…
Ich liebe Amerika. Ich mag Bush und seine Leute nicht, aber
das heißt nicht, dass ich etwas gegen das Land hätte. Auch
wenn das heutige US-Kino weniger erfindungsreich ist, viel
zu Technik-dominiert und inhaltlich leer, als zu früheren
Zeiten, ist es immer noch sehr spannend.
Sie sind ein großer Western-Fan…
Oh ja! ich kaufe sie dutzendweise auf DVD, sobald sie herauskommen.
Auch anderes US-Kino. Kürzlich habe ich wieder auf amazon
zugeschlagen: THE PURPLE PLAIN (1954) von Robert Parish, BEACHHEAD
von Stuart Heisler, TEXAS von George Marshall.
Sehen Sie die auch alle an, oder wollen Sie sie bloß haben?
Oh nein, ich gucke schon vieles. Ich versuche, alles zu sehen.
Ich denke in Deutschland hat man in der Hinsicht noch Nachholbedarf.
Es gibt viele deutsche Filme, die ich gern sehen würde, mit
Untertiteln natürlich: Aus den 30ern, ABSCHIED von Siodmak,
Filme von Dieterle, von Helmut Käutner aus den 40ern. Keiner
tut etwas dafür, dass diese Filme in Deutschland herauskommen.
Welchen Western empfehlen Sie besonders?
Besonders gut gefallen mir gerade 3:10 TO YUMA (dt. "Zähl
bis drei und bete", 1957) und JUBAL (dt. "Der Mann ohne Furcht",
1956), beide von Delmer Daves und NAKED SPUR von Anthony Mann.
Generell würde ich von MY DARLING CLEMENTINE (1946) bis THE
SEARCHERS (1956) jeden Western von John Ford, Anthony Mann
und Delmer Daves empfehlen. Bei uns in Frankreich kommen jetzt
sogar einige Filme heraus, die es noch nicht einmal in den
USA gibt: BROKEN ARROW von Daves und GARDEN OF EVIL von Henry
Hathaway. Und ich habe selber eine Collection von US-Filmen
herausgegeben mit einigen meiner Lieblingsfilme.
Und wie sieht es mit ihren eigenen Filmen aus?
Es gibt zwei sehr gute DVD-Collectionen, allerdings leider
nur zum Teil mit englischen Untertiteln. Das hat mich selbst
überrascht. Alle Filme sind vom jeweiligen Kameramann auf
Bildqualität überprüft und gegebenenfalls nachbearbeitet worden
- daher ist die Qualität hervorragend. Die meisten Filme haben
auch einen Audiokommentar oder ein Interview.
Herr Tavernier, wir danken Ihnen für das Gespräch.
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