21.08.2014

Katastrophen ohne Ende

Subjektiv - Dokumentarfilm im 21. Jahrhundert
Komprimierte Katastrophe auf Super-8

Dolly & Bernd zeigen… diesmal: Kata­stro­phen­filme

Von Dunja Bialas

Schon seit ein paar Jahren machen Dolly & Bernd mit ihrem Programm den Sommer zum unheim­li­chen Spaß­ver­gnügen. Mit einem immer ernst gemeinten, aber oft recht schrägen Programm setzen sie im August ein filmi­sches Statement. Diesmal heißt es: Wir frönen dem Kata­stro­phen­film.

Kata­strophe ist nicht nur, wenn die Titanic untergeht (unsäglich schlecht in Titanic 2 (2010), man könnte auch sagen: »stählern«!). Kata­strophe ist auch, wenn ein U-Boot gerade noch recht­zeitig in der Tauch­fahrt des Grauens (1963) einen versun­kenen Kontinent vernichtet, dessen Bewohner die Welt­herr­schaft wollten (So., 24.08., 20:30 Uhr und Mo., 25.08., 22:30 Uhr).

Die größten Kata­stro­phen im Klein­format Super-8 aber tun sich auf in der absolut kult­ver­däch­tigen Super-8-Desaster-Nacht mit Open End am Samstag, 23.08., ab 20:30 Uhr. Dolly & Bernd zeigen hier die beliebten Super-8-Viewer-Digest-Kompres­sionen, die in den 70er Jahren für Heimkino-Atmo­s­phäre sorgten, verdichtet auf das Wesent­liche und im Verzicht auf alles Störende: Kata­stro­phen pur und keine haar­sträu­bende Handlung!

So dauert dann Flam­mendes Inferno von 1974 schlappe 50 Minuten statt 165, Erdbeben von Mark Robson aus demselben Jahr zwanzig statt hundert­neun­und­zwanzig Minuten. Auf den Punkt gebracht hat den wohl­tu­enden Effekt ein Fan aus dem Super-8-Forum: »Seating through a movie that is hours long is sometimes hard if you have seen the movie a number of times. With Super 8 digest I can see many titles in the time it takes to see one feature film. Super 8 is the only medium in the world that you can do that with. And that is why it is rare and special.«

Dolly & Bernd zeigen Kata­stro­phen all night long – je mehr desto besser. Don't miss it!